STFF E2 zu Gast: Felix Knoche
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen beim Science & Technology Podcast Folge zwei.
00:00:07: Ich bin Johanna Mann und mein heutiger Gast ist Felix Knochef, herzlich Willkommen.
00:00:11: Danke dass du da bist!
00:00:14: Du bist ein Art Director, Motion Designer, Visual Effect Artist.
00:00:20: wie kann man einem Laien das erklären was du machst?
00:00:26: Naja letztendlich arbeite ich mit bewegten Bildern Und ich bin halt so ein Mischwesen persönlich.
00:00:32: Also, ich habe zum Beispiel in Berlin auch Regie studiert für ein paar Jahre auf der Filmarche und es geht irgendwie darum, Geschichten zu erfinden, Drehbücher zu schreiben, Filme zu drehen... ...und dann eben im Schnitt an der Postproduktion Sequenzen, die zum Beispiel vor Green Screen gedreht wurden
00:00:55: z.B.,
00:00:56: also vor grünem Hintergrund den so zu bearbeiten, dass man dann fantastische Hintergründe einsetzen kann.
00:01:03: Also diese Mischung zwischen Filmdrehen und eben auch am Computer digitale Effekte hinzufügen würde
00:01:09: ich mal sagen.
00:01:09: Okay also du hast visual effects studiert an der SAE Wien?
00:01:14: Genau
00:01:14: ja!
00:01:15: Ich wusste gar nicht das ist so eine Art Akademie für Medien oder ich habe es eigentlich noch nie gehört.
00:01:24: Was ist das für eine Schule?
00:01:27: Das ist schon zwanzig Jahre her, ein bisschen länger her mittlerweile und es gibt weltweit.
00:01:31: Es gibt mehrere Institute so auch in Wien auf der linken Windseile also nicht weit weg wo wir gerade sind genau an unserer Straße sogar.
00:01:39: da war ich nämlich damals auch und die bieten halt so verschiedene Kurse Sound Engineering an und digitale Filmprogramme, digitale Filmprogramme wo ich damals teilgenommen habe ein Jahr und da habe ich halt die Basics gelernt.
00:01:53: Und habe im Laufe der Zeit während der Arbeit mich immer selbst autodetakt weiterentwickelt, bis ich da angekommen bin wo ich heute bin sozusagen.
00:02:01: Okay sehr interessant aber wie hast du auf deine Leidenschaft?
00:02:06: Wie bist du darauf gekommen?
00:02:08: also weil normalerweise fängt man vielleicht mit so... Filme drehen oder als Slaie, oder Amateur ein bisschen und dann das Visual Effekt, dass ich drauf komme.
00:02:18: Dass ich einen Auge dafür habe und meine Faszination ist.
00:02:24: Naja, es ist lustig, weil man da wirklich so den Anfangen zurückgehen will.
00:02:27: Jetzt darum bin ich mir so zwölf Jahre und meine Mutter... in den Achtziger oder Anfang der Neunzigerjahre war eine von den ganz frühen Computer-Animatorinnen, die am Schweizer Weißcomputer sozusagen mit Macintosh damals erste Animationen gemacht hat.
00:02:46: Und ich bin irgendwie da gesessen und habe gesagt ja macht das so dass er so einen Ball fliegt?
00:02:52: Da ist ein Vampir und es ist ein Wampierzahn!
00:02:54: Dann solltet ihr das Ball durch diesen Wampiezahn brechen und dann wird das in den Mund reinfliegen und dann soll sich das lupen.
00:03:01: Und ich kann mich erinnern, das war so ein Moment, wo ich zum ersten Mal gemerkt habe, wow, genial.
00:03:05: Also, so gesehen hat meine Mutter eigentlich mit damals in zweiundneunzig, dreiundneinzig zum ersten mal so... Ah!
00:03:11: Das gezeigt, dass es das gibt überhaupt und dann einfach halt in der Schulzeit hab' ich angefangen ist auch eine tragische Geschichte.
00:03:18: Ich wurde ein bisschen gemobbt in der Schule und hatte nicht zu viele Freunde ja und war dann halt Zuhause ... und habe mir angelehnt zum Spaß, so Photoshop... ... und so Trädeanimationen.
00:03:30: Und diese ganzen Programme halt angelehren.
00:03:31: Also ganz spielerische Weise.
00:03:35: Ja unter eines Tages ging es daran was will ich eigentlich mit meinem Leben machen?
00:03:37: Und dann war das etwas logisch dass ich das weitermache sozusagen.
00:03:45: Superinteressant!
00:03:47: Dann hast du in... Du hast schon erwähnt ein Regie studiert.
00:03:52: Und was mich irgendwie auch interessiert, dieser Filmarche hast du selbst organisiert?
00:03:58: Also wie kann man sich das vorstellen?
00:03:59: Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
00:04:01: Hast Du ein Studium kreiert oder eine Filmmakademie kreierte oder erzählt?
00:04:07: Naja also in Berlin gibt es die Filmarchen und das ist eine selbstorganisierte Filmschule wo halt man Regie- und Drehbuch-, Kamera-, diese klassischen Produktion, diese klassische Richtungen studieren kann.
00:04:21: Und es ist so, dass die Studenten selber sich ein Korriktolum zusammenstellen.
00:04:24: Das setzen sich am Anfang des Semesters zusammen und überlegen, was würden wir gerne machen?
00:04:30: Ja, wie viele sehr praktische Übungen wollen wir machen?
00:04:32: Wie viele Drehübungen oder welches Buch wollen wir lesen und darüber sprechen?
00:04:37: Werbe welche Vorträge halten?
00:04:38: wie könnten wir einladen zum Beispiel das Deozenten... Das bedeutet eigentlich, dass es eine selbstorganisierte Filmschule war.
00:04:46: Wo wir uns unser Programm selber zusammengestellt haben.
00:04:50: In dieser Richtung selbst organisiert?
00:04:51: Ja!
00:04:52: Ich dachte du hast auf die Beine gestellt... ...die Ausbildung?
00:04:57: Nein das nicht.
00:04:58: Aber es war halt cool weil da gab's
00:04:59: ein paar
00:04:59: hundert Leute mit denen man zusammenarbeiten konnte und alle ihre Kurzfilme umsetzen konnten, frei
00:05:06: sozusagen.
00:05:06: Also in der heutigen Zeit wenn du einen jungen Menschen raten könntest, wenn ihr so was in die Richtung machen wirst?
00:05:13: Was wäre der optimale Weg, um in dieser Visual-Effekt zu kommen?
00:05:21: Naja es gibt viele kleinere... also in Hagenberg zum Beispiel, Österreich gibt's eine Ausbildung, die visual effects letztlich lehrt oder auch der Filminstitut, Animationsinstitute in Deutschland zum Beispiel.
00:05:37: So eine Filmhochschule wo man sich bewerben muss immer und aufgenommen werden muss.
00:05:42: also ich glaube es ist schon gut eine Ausbildung mal zu machen, das Studieren im Endeffekt.
00:05:48: aber oft ist es so dass man dann einfach wer anfängt bei Firmen als intern zu arbeiten und dann schon die ersten Erfahrungen macht und dann halt immer mehr beim Arbeiten reinzuwachsen.
00:06:00: Und ich kann einfach mal ausprobieren, ein paar Jahre von der Lust und Laune.
00:06:06: Er sagt jeder hat einen anderen Zugang.
00:06:08: Manche wollen eher auf der Uni studieren, manche machen einfach ganz crazy ihre eigenen Projekte... ...und alle lernen auf ihrer Weise wer sie sind auch künstlerisch und was sie für Wesen sind sozusagen.
00:06:20: Die
00:06:21: Reise geht dann von alleine?
00:06:22: Genau!
00:06:24: Deswegen jetzt Regie studiert, ist eher was Inhaltliches.
00:06:27: Er hat gar nichts mit Visual Effects in dem Sinn zu tun und so eine Art Storytelling ... ... mit Storytellen zu tun oder mit Schauspielführung.
00:06:34: Es ist eher ein softer Zugang zum Film machen... ...und das Visual Effects ist eher halt eine Computerarbeit.
00:06:42: Das ist ein ganz anderer Zugang!
00:06:44: Und ich finde aber sehr interessant weil ich merke bei mir dass es sich immer wieder ergänzt,... ...dass wenn ich irgendwas nehme, dass ich merken, was ist eigentlich die Geschichte dahinter?
00:06:51: Nicht nur dass es gut ausschaut auf einem oberflächlichen Ebene.
00:06:54: Und was bedeutet das eigentlich?
00:06:56: Und da merke ich schon, dass dieses Storytelling Know-how dieser Zugang urwichtig ist dann auf einer Unsicht bei den Ebenen eigentlich Bilder zu schaffen die emotional berühren sind.
00:07:05: Das ist ein interessanter Zugang weil als Regisseur muss du eher so die Leute führen können.
00:07:13: also du bist eine Art ja die Führfigur einfach auch mit Menschen arbeiten kann und Psychologe vielleicht auch bloß natürlich den Job machen, aber als visual fact Artist bist du eher so... ... Nerd hinter dem Computer
00:07:30: und natürlich
00:07:32: im positiven Sinne.
00:07:34: Aber da kannst du wirklich in deiner inneren Welt eintauchen... Was bist Du mehr?
00:07:40: Bist Du eher der Nerd oder bist Du eher dafürer?
00:07:42: Das ist eine sehr interessante Frage, muss ich sagen!
00:07:44: Weil ich merke immer wieder, dass ich... Ich will das gar nicht irgendwie entweder beantworten, sondern ich merkt, dass für Beides ein Talent habe.
00:07:51: Und die Mischung erzähle ich, was mich am meisten irgendwie ausmacht.
00:07:55: Also wenn ich jetzt zu viel im Computer sitze, sondern ewig gegen den Pixel rumschiebe, dann macht man das irgendwie Spaß und bin ja noch perfektionistisch und funktioniert.
00:08:03: Da merke ich immer mal so oh Gott!
00:08:04: Ich muss eigentlich raus mit Menschen reden und diesen ganzen Computern ein bisschen mehr lassen und will dann eher wieder neue Projekte oder Konzepte entwickeln für Kurzfilme oder Projekten die ich mache Nur Computer sitzen.
00:08:22: Also das
00:08:22: ist dann die Mischung zwischen beiden, was mir da in meinem Fall Spaß macht.
00:08:26: Weil ich bin noch gar nicht so, dass nur die Technik mich interessiert, dass es möglich ist, sondern dieses Storytelling ist eigentlich immer meine Motivation, warum ich Dinge mache.
00:08:34: Aber es berührt mich nicht so und schaut super aus aber es ist nicht mein Ziel erreicht.
00:08:39: Ich verstehe ja!
00:08:41: Du hast viele Kurzfilme gedreht, auch mehrfach ausgezeichnet, was mich interessieren... Du hast einen Makro-Experimentalfilm über verfolgter Schnecken Weihnacht im Wald gerät.
00:08:55: Bitte erklär mir das, wie ich hab!
00:08:56: Ich habe das wirklich wortwörtlich übernommen.
00:08:59: und wo ist da der Unterschied zu dem normalen Film?
00:09:02: Naja wir wollen schon davon reden dass Visual Effects halt oft vom Computer stattfinden und man halt sehr in Räumen sitzt die sozusagen still sind.
00:09:14: Da habe ich mir gesagt, ich muss raus.
00:09:17: Ich will irgendwie in die Welt, in der Natur eigentlich weil ich bin auch sehr gerne in der Tour draußen.
00:09:22: und dann hab' ich mich bei einer Residency beworben, Medienfrische hätte ich geheißen wurde auch eingeladen dort dann teilzunehmen zwei Wochen und hab' dann so eine GoPro Kamera also die ja auch für Action-Aufnahmen verwendet werden.
00:09:38: wenn man da haben so Leute am Helm drauf oder so die ein stabiles Bild liefern Und die habe ich ein bisschen umgebaut, dass ich von einer Taschenlampe die Linse rausgenommen hab.
00:09:49: So eine Plastiklinse und die vorne drauf gepickt haben im Tickso.
00:09:52: Also ganz einfach eigentlich.
00:09:55: Dadurch hat man eigentlich eine kleine Kamera, die auch nicht so sensibel ist, wie man durch die Erde drehen kann, durch die Natur, durch wasserdicht ist ja auch und so... ...und dann hatten wir eben diese Linse drauf, wodurch man eine extrem starke Makro-Optik hat und Dinge ganz nahe sehen kann sozusagen auf vielmischer Ebene.
00:10:14: Und dann habe ich eben, weil ich eben weg vom Computer wollte eigentlich in der Nacht im Wald dann so Schnecken gekastet sozusagen und genommen und so ein kleines Miniaturset gebaut und dann die Schnecken immer drauf gesetzt das sie so entlang wandern.
00:10:29: und eine kleine Geschichte wurde erzählt und dann war ich mit meinem Bruder den Team dem ich das zusammen gemacht hab haben wir dann mit LED-Lichtern und so weiter, uns im Wald als es dunkel war.
00:10:41: So ein kleines Set gebaut und haben diese Schnecken hingesetzt... Und das ist interessant!
00:10:45: Man denkt nämlich Schnecken haben keinen Charakter.
00:10:47: Das sind einfach Schnecken.
00:10:48: Aber
00:10:48: würde ich nie behaupten.
00:10:49: Aber es gibt jeder Schnecke die hört extremer Charakter?
00:10:52: Ich glaube
00:10:52: die sind sehr intelligenter Wesen ja.
00:10:54: Die ziehen sich einfach immer zurück, wenn sie in den Haus her werden.
00:10:57: Genau
00:10:58: aber auch manche nicht.
00:11:00: Wenn man eine nimmt, haben wir hingesetzt und jetzt ist sie sofort zurückgezogen und wollte gar nicht mehr rauskommen.
00:11:05: Und dann gab es die andere, unsere Hauptprotagonisten Schnecke.
00:11:09: Die war extrem mutig weil sie konnte man nicht hinsetzen und auch wenn sie kurz berührt wurde hat sich kurze Fühler eingezogen.
00:11:15: aber hat sie schon ganz mutig oder hat sie wieder ausgefahren und hat in ihre Rolle gespielt?
00:11:20: sozusagen ist das so langsam entlang gekrochen und wir haben sie gefilmt mit der Kamera und danach wenn man das Ganze gedreht hat und in Natur war einfach diese spannende Nacht haben wir das Material halt dann geschnitten und am Computer wieder ... Gab es da
00:11:36: auch eine Story dahinter?
00:11:38: Oder?
00:11:38: ich meine, ich frage nicht nach dem Text.
00:11:40: Klarerweise aber...
00:11:41: Ja also die Geschichte war eigentlich eine einfache Story weil normalerweise ist ja so dass man einen Film sieht oder oft als der Mensch der Protagonist ist Und hier ist es immer so, dass er der Schnecke der Protogonist ist und der einfach im Wald an so menschlichen ... Relikten vorbei kann man wie Müll zum Beispiel oder so eine Glasflasche.
00:12:04: Also ganz hoch groß aufgenommen, wo doch mal gar nichts versteht.
00:12:07: was soll das eigentlich?
00:12:08: Aber weil man weiß wenn die Kohleflaschen auch schaut weiss man ah das ist einfach eine Kohle Flasche dann kriegt dieses... also die Schnecke an diesen Objekten vorbei.
00:12:15: und was ist das ein C?
00:12:17: Und dann kriegst du über den C sozusagen über den Körper und was is' das?
00:12:21: Das ist eine Nase.
00:12:22: und dann sieht man plötzlich oh nein!
00:12:23: Das ist ein Mensch.
00:12:24: und der Mensch wacht oft er schläft im Wald Und will die Schnecke essen und fressen, sozusagen.
00:12:30: Und dann versucht die Schnecke zu flüchten... ...und schafft auch den Menschen einmal so will in die Flucht zu schlagen.
00:12:39: Ich erzähle es jetzt kurz.
00:12:40: aber er schaffte mein Effekt, dass dieser Mensch dann umfällt oder auf ein Nagelfeld... ...umkommt und die Schnecken ist die Gewinnerin und kriegt einfach weiter wie sie das immer schon gemacht hat.
00:12:52: Und eigentlich nicht mal, dass sie bösartig war sondern sie ist einfach nur in den Plan gekrochen.
00:12:56: Ja,
00:12:56: sie hat ihr Leben gelebt also sie
00:12:58: hat ihren Job gemalt.
00:13:00: Uel, der Film Uel.
00:13:02: Ich hab mal einen Film, ich weiß nicht ob du den kennst wo Esel der Hauptrotagonie ist vom Skolimowski?
00:13:08: Der sehr polnische Regisseur da... Also ich habe geweint bei diesem Film weil das ist eben aus einer Perspektive eines Esels wie er dann auf die Reise geschickt worden ist und dann musste er sich quasi von seinem Besitzer trennen.
00:13:22: also das war so rührend.
00:13:23: ich glaube kann mir vorstellen dass auch eine Geschichte weil wir sind ja so in unserem Mensch Ego da verfangen, dass wir eigentlich gar nicht irgendwie muss vorstellen können wie das sein könnte einfach der kleine Schnecke zu sein.
00:13:40: So mit vielleicht verfolgen das dann weiter?
00:13:42: Ja na eh
00:13:43: ich mag es auch gerne diesen Naturzugang einfach.
00:13:46: ja.
00:13:47: also das war auch nicht so dass sich dann von vornherein Wusste, dass es ein Schnecke wird.
00:13:51: Ich habe mir einfach überlegt was für einen Charakter könnte.
00:13:54: irgendwie da ist der Richtige und oft entsteht so etwas auch das man gar nicht alles schon plant sondern man ist dann da im Wald und zieht die Dinge und arbeitet mit dem was man hat.
00:14:04: sozusagen also in dem Fall Aber ja, es ist sehr interessant.
00:14:08: Erfordert
00:14:08: Kreativität!
00:14:10: Du arbeitest immer mehr mit künstlicher Intelligenz?
00:14:13: Wie stehst du dazu?
00:14:14: Weil das natürlich ein heikles Thema ist, weil viele natürlich Angst haben dass die künstliche Intelligenze den Menschen ersetzen wird und sowieso die Kreativen ersetzt was ich nicht glaube.
00:14:29: aber wie stehst?
00:14:32: Naja, es ist ein Bevalent natürlich.
00:14:34: Also man muss einerseits sagen dass natürlich ganz viele Modelle die ja so angereichert wurden mit diesem Know-how wie sozusagen das künstliche Intelligenz also Filme generiert zum Beispiel oder Musik generiert da sind letztlich oft auch gestohlene Daten und Bilder und Videos von Menschen von Urhebern die davon gar nicht zu wissen zB.
00:14:58: Und das ist sehr ein bevalent.
00:14:59: Ich hab immer so ein bisschen auch ein schlechtes Gefühl, das zu nutzen.
00:15:03: Weil da sind ja alles Daten von Werke und Menschen die ich gar nicht kenne, die gar nicht befragt wurden... ...und deren künstlerisches Schaffen ich nutze oder vielleicht abuse fast ein bisschen für meine Zwecke.
00:15:16: Und dann sage ich, ich habe das gemacht!
00:15:19: In welchen Formen nützt du sie?
00:15:21: Wie kann man es jetzt vorstellen?
00:15:23: Momentan zum Beispiel im Visual Effects Bereich ist es ja so dass man zum Beispiel man hat irgendwie, sagen wir mal einen Schott und das soll
00:15:35: z.B.,
00:15:36: der ist ein Wildschott z. B. und er soll da hinten brennen.
00:15:40: Und natürlich gibt es jetzt sozusagen visual effects Artists die spezialisiert sind auf die Stellung von Feuerwasserluft, solchen atmosphärischen Effekten oder wenn irgendwelche Steine zerbrechen usw.
00:15:52: Die arbeiten dann lang so was zu generieren.
00:15:55: Aber mit Hilfe von AI kann man einfach sagen, okay ich habe bei diesem Shot und da geht gerade ein Mensch durch.
00:16:01: Und dahinter soll ein Feuer brennen.
00:16:03: Dann kann man diesen Bildbereich sozusagen isolieren und nur in diesem Bereich einmal ein Bild generieren, wo einfach ein Feuer realistisch integriert in den ganzen Shot, also diese Umgebung integriered ist.
00:16:19: Und dann sage ich ok, passt.
00:16:21: Dieses Bild gefällt mir.
00:16:22: Das schaut realistisch aus und das Feuer sieht irgendwie cool aus.
00:16:25: Man kann dann noch Bildelemente selektieren und sagen hier soll auch eine Flamme sein.
00:16:30: Dann selekte ich ein anderes Bildelementsignal.
00:16:32: Hier soll keine Flammes sein.
00:16:33: Somit kann man so gestalten wie einen Direktor oder Regisseur, wie ein Artdirektor, visueller Direktor, wie dieses Bild auch schon soll.
00:16:42: Wenn ich dann sage gut, so finde ich eigentlich dieses Bild... so gefällt mir das, kann man dann in den zweiten Schritt gehen und das dann sozusagen animieren lassen oder generieren lassen.
00:16:52: Wo eben auch wenn man sich jetzt vorstellt dass dieser ein dieser Shot zum Beispiel eine leichte Kamerabewegung drauf hat, kann er sozusagen diese Kamerabewegung analysieren und reproduziert dann genau Wie diese Kamera sich bewegte, die reale Filmkamera sich bewegt hat und er stellt dann eben ein brennendes Feuer zum Beispiel was genauso auch so leicht wackelt wie eben die Kamera.
00:17:16: Und das setzt man dann sozusagen als asset, als Bild-Element eigentlich in den real gefilmten Filmen ein... ...und dann hat man den Effekt dass da hinten ein Feuer brennt obwohl es nie gebrannt hat und kann natürlich ja sich kosten sparen indem du irgendwie Wälder absperren muss oder vielleicht ein Brandgefahr ist, sondern hast du das einfach so günstiger erstellt und bist sogar unabhängig von... Und das ist natürlich wieder eine Problematik, sag ich mal.
00:17:46: Von den Visual Effects Artists die diese Feuer zum Beispiel generieren würden.
00:17:51: Also diese Person brauche ich dann gar nicht weil ich das selber erstellen kann.
00:17:55: Aber das wäre ein Beispiel halt nur.
00:17:57: Ja gut erklärt.
00:18:00: Ich glaube so dass es vielleicht Irgendwann gibt es schon einzelne Beispiele, wo der Trend wirklich ganz weg vom KI gehen wird.
00:18:09: Dass man einfach den Ehrgeiz hat jetzt wirklich alles natürlich im Einführungszeichen zu produzieren.
00:18:16: Glaubst du dass das möglich ist?
00:18:19: Ja sicher!
00:18:20: Man kann einfach sagen wir nutzen kein AI und das kann man sich ja auch als Vorsatz zurechtlegen.
00:18:27: aber ich merke halt schon... Es ist
00:18:29: einfacher
00:18:30: Es ist einfacher und manchmal, wie soll ich sagen?
00:18:34: Ich habe auch das Gefühl persönlich jetzt gesprochen, dass... also sagen wir so.
00:18:39: Früher hat man alles halt per Hand gemacht oder sehr manuell generiert und hat lange gedauert.
00:18:44: Und wenn man es dann hingekriegt, damit es gut ausschaut, weil man halt sehr stolz darauf, dass man das halt geschafft hat.
00:18:51: Heute habe ich manchmal das Gefühl kann man in ein, zwei Tagen oder in wenigen Stunden manchmal Dinge generieren die sonst Ewigkeiten brauchen würden.
00:18:59: Und man ist auch irgendwie stolz darauf, dass ich sage okay das schaut cool aus aber... Ich habe mich das Gefühl bei mir manchmal, dass sich dann so verbunden bin damit.
00:19:06: Weil ich das ja gar nicht gemacht hab!
00:19:08: Ich kenne die Pixel eigentlich gar nicht.
00:19:09: Aber du hattest die Idee?
00:19:11: Genau
00:19:12: und ich bin mir selbst auch nicht ganz sicher was ich davon halten soll.
00:19:16: Ehrlich gesagt, ja.
00:19:18: Aber ich nutze es, aber versuche, aber habe an mir das Gefühl, dass die Mischung zwischen dem Mit dem klassischen Know-how, wie man das Visual Effects anlegt oder wie man die gestaltet und animiert in der Mischung mit dem Tool AI eigentlich für mich persönlich eine gute Antwort ist auf diese Frage ob AI oder nicht.
00:19:40: Ich glaube es deckt sich auch mit meiner Meinung.
00:19:42: also ich denke auch man kann vieles vereinfachen und die Zeit sparen.
00:19:46: was immer noch zählt ist die kreative Idee dahinter zusammensetzen wird oder einfach sich Gedanken dazu macht, ob man dann sich eben mit Hilfe von Ei oder auch nicht.
00:20:04: das im Endeffekt wer fragt.
00:20:10: Ja, ich sehe interessant.
00:20:11: Ich habe letztendlich auch so ein Kurzfilm, hab mir jemanden einen Freund gestickt auf YouTube und in der Coup.
00:20:18: Das ist auch, also ich glaub zu neunzig Prozent ei-generiert gewesen.
00:20:22: Das war von einer Kuh, die irgendwie im Stall steht und das gab so ein Pianomusik.
00:20:28: Und es war ziemlich schön erzählt wie diese Kuh ausbricht aus dem Stall wo sie eigentlich dem Tode geweiht ist weil der ja umgebracht wird und eigentlich so das Leben sieht und wieder durch das auf der Wiese läuft und spürt wie es ist lebendig zu sein und dann von außen wieder langsam zurück kommt die Kuhfreunde von außen sieht und man eigentlich erkennt wie schlimm das ist, dass sie da eingesperrt sind.
00:20:58: Und wir erleben halt aus Sicht der Kuh diese Geschichte – und das fand ich nur so ein schönes Beispiel, wo das auch alles oder größtenteils KI generiert gewesen war – aber es hat mich total berührt!
00:21:10: Und dann denke ich mir wenn's jetzt um ein kreatives Produkt geht, ist mir dann fast egal in Anführungszeichen aus künstlerischer Sicht gesehen sozusagen nicht.
00:21:21: Nicht das moralische Sicht, weil es ist immer die große Frage.
00:21:24: Aber es ist eigentlich ein tolles Produkt, muss ich sagen was damit erschaffen wurde.
00:21:27: Was eigentlich ist die Aufgabe der Kunst?
00:21:30: Ein Menschen zu berühren.
00:21:31: Also für mich
00:21:32: auch, ja!
00:21:32: Ich finde auch... Weil es gibt auch immer, weil ich komme von der Kunstgeschichte und da ist auch immer bilderische Kunst, große Frage versteht man das Bild oder versteht mal die Kunst, versteht mir den Künstler?
00:21:45: Es geht ja nicht darum, man muss nicht alles verstehen aber es Hauptsache berührt dich vielleicht polarisiert, vielleicht weckt irgendwelche Emotionen.
00:21:54: Also ich glaube auch das ist mein Ei oder nicht irgendwie künstlich generiert oder nicht, ist egal.
00:22:03: Aber wie du sagst wenn es dir gefallen hat und das irgendwie dich berührt hat dann hat's glaube ich seine Aufgabe erfüllt.
00:22:09: Und somit kann man das einfach so annehmen.
00:22:15: Die Technik entwickelt sich die Menschheit entwickelt sich meine vielleicht machen wir uns auch kaputt.
00:22:19: aber dazwischen aber ja es ist der Fortschritt kann man irgendwie nicht aufhalten.
00:22:25: und zum thema fortschritt Science and Technology Film Festival, wie kamst du dazu und was ist dein Beitrag?
00:22:32: Was genau präsentierst du?
00:22:34: Also wir werden einen Film präsendieren.
00:22:38: Der heißt Metamorphosis.
00:22:42: Das hat ja einige Titel schon, aber Metamorphoses... Ein Kurzfilm!
00:22:48: Es ist ein Kurzfilm, der auf konventionelle Weise gedreht wurde mit Schauspiel in der Realität Und wo wir experimentell herangehen wollten und einzelne Shots während live dieser Kurzfilm abgespielt wird gibt es einzelne shots in between, also zwischendurch die halt live ereigeneriert werden.
00:23:12: Und somit den Kontext des Films ändern.
00:23:15: Also jeder Run oder Durchlauf dieses Films der gezeigt wird ist immer neu und immer anders Und es gibt da zwei alle Zugänge.
00:23:25: Es gibt sozusagen einzelne Schots, die vollkommen neu generiert werden zwischendurch und dann gibt auch einen zweiten Prozess wo halt... aber das will ich jetzt gar nicht so sehr spoilern weil das müssen sich die Leute gerne abschauen.
00:23:38: Aber wo eben halt sukzessive über der Filmstream, der gerade läuft, der vorgeschnitten ist sozusagen eine Art Live AI eben nicht drüber liegt, die gerade live hier jetzt generiert wird und wo sozusagen die Promps, die halt das Bild verändern.
00:23:55: Jedes Mal auch neu generiert oder gestaltet werden, wodurch es immer ein neues Erlebnis ist.
00:24:02: Also es hat immer eine Mischung zwischen... Die Basis ist ein beschnittener Kurzfilm, der mit EI immer ein Neu belegt wird, immer ein neues Ergebnis liefert und dadurch immer neue Kontexte herstellt Und wir auch selber tatsächlich dann diese Frage gestellt haben Wie sehr lenken wir den Film und wie sehr sind wir überrascht von dem, was dann eigentlich EI ein bisschen draus macht sozusagen.
00:24:26: Das ist eine Art Dialogis könnte man sagen mit EI also Mensch und Maschine.
00:24:35: Projekt?
00:24:36: Ja, wir sind gespannt.
00:24:39: Ich schaue mir auf jeden Fall an.
00:24:41: Welche aktuelle Projekte hast du noch?
00:24:43: oder ist das jetzt alles was so in diese Richtung geht AI und Visuals?
00:24:49: oder hast Du noch irgendwas im Planung?
00:24:55: Wie gesagt ich würde sagen manchmal nutze ich jetzt persönlich bei meinen Projekten EI manchmal nicht.
00:24:59: es gibt auch ein anderes Projekt wo ich mit einer Freundin von mir die Gong-Spielerin ist, also Gong.
00:25:11: Und die macht so im Gong-therapeutischen Bereich, Klang-therapeutischem Bereich, meditativen Bereich auch, bittet sie mir wieder Workshops an.
00:25:23: und wir arbeiten gerade auch an einem Projekt wo ich mit der GoPro Kamera mit Wasser und Feuer, Materialien und Erde in verschiedenen Glitzer- und Sand und mit verschiedenen Elementen arbeiten will.
00:25:43: Wo der Gong das Wasser und den Sand und die Elemente in Bewegung versetzt und dadurch eine Art Livevisualisierung stattfindet, die ich dann mit der Kamera filme auf einem Beamer projiziert, auf die Gongspielerin.
00:26:02: Und somit soll das so eine Art Musikindizierte Live-Visual sein, die dann wieder auf sie zurückprojiziert werden.
00:26:09: Das ist auch ein Projekt, was ich gerade entdeckt
00:26:11: habe.
00:26:14: Genau!
00:26:14: Also wo ich jetzt gar nicht sehe, dass ihr AI unbedingt notwendig ist oder so... also es ist jedes Projekt ...
00:26:22: Ja, okay.
00:26:23: Machst du mit Musik auch?
00:26:24: Weil irgendwo habe ich gelesen dass du auch Kompositor bist oder Digitalkompositor?
00:26:31: Naja also ich selber mache eigentlich keine Musik aber lustige Weise Kompositore und Compositing Artist ist.
00:26:38: ja hört sich sehr ähnlich an, aber es ist was ganz anderes.
00:26:41: Ah
00:26:41: ok gut!
00:26:42: Habe ich mich schon fast gedacht bitte erklär für die Line?
00:26:45: Ja genau weil Kompostator ist halt also ein Filmkomposition Und ein Compositing-Artist, das ist eigentlich das was am erst meine Jobdescription ist.
00:26:57: Das ist jemand der Realfilme Elemente mit digitalerstellten Bildelementen kombiniert.
00:27:04: Also eher so bisschen Visual Effects im Speziell nochmal genauer definiert.
00:27:09: Da habe ich mir einen Fragezeichen dazu gestellt weil ich wusste nicht eben genau wie ich das zuordnen soll.
00:27:15: Ah sehr spannend!
00:27:16: Perfekt Ich glaube, ich kenne mich aus.
00:27:19: Vielen lieben Dank Felix!
00:27:21: Danke für das Gespräch.
Neuer Kommentar